EU Zoll 2026 – Abschaffung der De-minimis-Regelung
Ab dem 1. Juli 2026 treten in der Europäischen Union weitreichende Änderungen für den Import von Sendungen mit geringem Sachwert in Kraft. Diese betreffen insbesondere die bisherige De-minimis-Regelung, die bislang eine zollfreie Einfuhr von Waren bis zu einem Wert von 150 € ermöglicht hat.
Als Versandsoftware-Anbieter beobachten wir bei SendIT diese Entwicklungen genau – denn sie haben direkte Auswirkungen auf Versandprozesse, Kostenstrukturen und Datenanforderungen im internationalen Handel 🌍.
Wegfall der Zollbefreiung bis 150 € 💸
Die wichtigste Änderung im Überblick:
- Die bisherige Zollbefreiung für Sendungen bis 150 € entfällt vollständig
- Stattdessen wird eine pauschale Zollgebühr von 3 € pro Position der Einfuhranmeldung erhoben
Wichtig dabei:
Eine Einfuhranmeldung kann mehrere Positionen enthalten – je nach zolltariflicher Klassifizierung der Waren. Das bedeutet, dass die tatsächlichen Kosten pro Sendung variieren können.
Ausnahmen von der neuen Regelung ⚖️
Trotz der neuen Vorschriften gelten einige Ausnahmen:
- B2B-Sendungen (zwischen Unternehmen), bei denen der Empfänger umsatzsteuerlich registriert ist, unterliegen weiterhin den regulären Zollsätzen
- Freihandelsabkommen:
- Ohne Nutzung des IOSS-Systems kann weiterhin eine Zollbefreiung möglich sein
- Wird das IOSS-System genutzt, fällt dennoch die 3 €-Gebühr pro Position an
Umsatzsteuer bleibt unverändert 🧾
Die Änderungen betreffen ausschließlich die Zollregelungen. Die Umsatzsteuer bleibt davon unberührt. Bereits seit 2021 gilt bereits: Alle Importsendungen sind umsatzsteuerpflichtig, unabhängig vom Warenwert
Neue Datenanforderungen für den Import 📝
Neben den finanziellen Änderungen führt die EU auch verpflichtende zusätzliche Datenanforderungen ein. Für jede Sendung unter 150 € (außer B2B) müssen künftig übermittelt werden:
- Händlerseitige Produktbeschreibung
- Nicht standardisierte Produktkennung des Herstellers
- Standardisierte Produktkennung (z. B. GTIN), sofern vorhanden
Diese Daten sind essenziell für die Zollabfertigung. Fehlende oder unvollständige Angaben können dazu führen, dass Sendungen nicht abgefertigt werden. ⚠️
Mit SendIT sind Sie auf der sicheren Seite:
Die erforderlichen Informationen werden über die angebundenen Carrier-APIs strukturiert abgefragt und in den Versandprozess integriert. So stellen Sie sicher, dass alle notwendigen Daten vollständig und korrekt übermittelt werden.
Auswirkungen auf Versand und Logistik 🚚
Die neuen Regelungen bringen spürbare Veränderungen:
- Steigende Versandkosten durch zusätzliche Gebühren
- Komplexere Zollabwicklung
- Höhere Anforderungen an Datenqualität – die durch Systeme wie SendIT automatisiert sichergestellt werden können
- Potenziell längere Laufzeiten bei unvollständigen Angaben
Für Händler und Logistikverantwortliche bedeutet das: Prozesse müssen frühzeitig angepasst werden.
Fazit: Jetzt vorbereiten ✅
Die Abschaffung der De-minimis-Regelung ist ein weiterer Schritt der EU hin zu mehr Transparenz und Kontrolle im grenzüberschreitenden Handel. Für Unternehmen bedeutet das jedoch auch mehr Aufwand in der Versandabwicklung.
Mit der Versandsoftware SendIT lassen sich diese Anforderungen effizient und zukunftssicher abbilden – von der automatisierten Datenerfassung, über die Vollständigkeits-Prüfung bis zur automatisierten Übermittlung an die Frachtführer.
➡️ Erfahren Sie mehr über die Versandsoftware für FedEx und das gesamte Portfolio, das Sie über SendIT nutzen können.